Jessica und die Odenwaldbande
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Krause trat etwas zurück, um die Situation zu entschärfen. „Dann fragt doch Susanne, was passiert ist. Als ich an die frische Luft wollte, da ist sie mir von draußen entgegen gekommen und sie war es, die mir gesagt hat, sie habe Schüsse gehört. Dann bin ich in die Richtung gegangen und habe die beiden hier schließlich gefunden.“ Sein alter Schulfreund Robert war zwischenzeitlich neben ihn getreten und versuchte zu erklären, warum Claus so heftig reagiert habe.

Er berichtete, dass Susanne in den Saal gestürmt und wie von Sinnen laut geschrien habe: „Es ist was Schreckliches passiert, Wolfgang und Andreas sind tot, erschossen, auf dem Parkplatz, Krause ist noch dort.“ Als Krause das hörte, wurde ihm bewusst, was vielleicht jetzt viele von ihm denken könnten. „Kann mir jemand sagen, wo Susanne ist?“, fragte er in die Runde. Niemand gab Antwort, stattdessen nur ein breites Kopfschütteln.

„Ich gehe sie jetzt suchen“, verkündete Krause, aber Robert hielt ihn zurück. „Bleib Du hier, sonst machst Du Dich nur noch mehr verdächtig“, sagte er zu ihm. „Ich gehe sie suchen“, fuhr er fort und Krause wusste, dass er ihm vertrauen konnte. „Ich helfe Dir“, sagte nun auch Petra und machte sich auf, Robert zu folgen. Als sie bei Krause vorbeikam, legte sie kurz ihre Hand auf seine Schulter und sagte zu ihm: „Ich glaube Dir, dass Du nichts damit zu tun hast. Du kannst auf mich zählen.“

Mit einem stummen Kopfnicken bedankte Krause sich und hoffte, dass die beiden erfolgreich sein würden. Als die beiden sich entfernt hatten, kam nun wieder Claus, der sich zwischenzeitlich wieder beruhigt hatte, auf Krause zu, um sich zu entschuldigen. „Tut mir leid, ich habe die Nerven verloren“, waren seine Worte. Mit einem kurzen „schon gut“ nahm Krause die Entschuldigung an und hoffte, dass die alarmierten Kollegen bald eintreffen sollten.

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