Jessica und die Odenwaldbande
Leseprobe


Beides ergab keinen Sinn, es sei denn, Susanne sei gar nicht Susanne gewesen. So wandte er sich mit diesem Verdacht an Robert und Petra, die sich immer noch in seiner Nähe aufhielten. „Mir ist auch aufgefallen, dass sie sich schon verändert hatte, die Susanne, aber ich habe mir darüber keine weiteren Gedanken gemacht“, meinte Petra. Auch Robert schien das Gleiche zu denken, aber allein der Gedanke, dass sich in das Jahrgangstreffen eine fremde Person mit der Identität der ehemaligen Mitschülerin eingeschlichen haben könnte, erschien ihm dann doch unglaublich. „Hast jemand von Euch das Smartphone dabei?“, fragte Krause die beiden. Petra nickte und holte ihr Smartphone aus ihrer Handtasche. „Wozu brauchst Du es?“, fragte sie ihn. Krause erklärte dann, dass er sich daran erinnern könne, dass Susanne eigentlich die Teilnahme abgesagt hatte, aber da sein Gerät nicht mehr da war, konnte er das nicht selbst überprüfen. Petra ging sofort die WhatsApp-Nachrichten der Gruppe durch und meinte dann: „Du hast Recht, sie hatte definitiv abgesagt.“

Die Gesichter der beiden verrieten, dass sie langsam begriffen, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen gelaufen war. Petra hatte eine Idee. „Ich rufe Susanne jetzt einfach an“, meinte sie. „Hast Du denn eine Festnetznummer von ihr?“, fragte Krause nach. „Neín“, meinte Petra und fuhr fort: „Aber ihre Handynummer.“ Krause schüttelte den Kopf. „Die wird Dir wenig nützen, um zu überprüfen, ob sie sich aktuell in Norddeutschland aufhält. Ich denke, dass dies die Kollegen schon überprüfen werden.“

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